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Man kann nie wissen!
Musiktheater über die Angst

Wohlbefinden und Sicherheit sind die schlagenden Verkaufsargumente im einträglichen Geschäft der Angstagenten. Und keine verkauft so gut wie Grete A. in der neuen experimentellen Micro Oper von Cornelia Melián. „Man kann nie wissen!“ ist ein musikalisch-surreales Gruselkabinett und eine Einladung zum Erkunden des schaurigsten aller menschlichen Gefühle.
In der postmodernen Leistungsgesellschaft boomt das Geschäft mit der Angst. Spürbar wächst die Sehnsucht nach bezahlbaren Sicherheiten. Vor allem bei jenen, die wissen, was sie zu verlieren haben. Da erscheint die Angst wie ein anhängliches Tier, das sich gnadenlos durch den ganzen Körper nagt, wo sie sich einnistet und bleibt ohne zu fragen. Ganze Geschäftszweige schlagen Kapital aus den Sicherheitsbedürfnissen einer zunehmend verunsicherten Gesellschaft.

Wer keine Angst hat, hat keine Fantasie
Erfolg ist das einzige Mittel gegen den drohenden Abstieg. Dafür braucht es unbedingten Leistungswillen, Durchhaltevermögen und Biss. 16 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Grete A. will vielleicht nicht ganz nach oben, doch auf keinen Fall nach unten fallen! Eigentlich gibt es für die Angestellte auch gar keinen Grund zur Besorgnis, bis sich an ihrem Arbeitsplatz einige mysteriöse Zwischenfälle häufen. Sind das nur die üblichen Anzeichen von Stress und Überarbeitung? Vormals stumme Diener entwickeln ein bedrohliches Eigenleben und inmitten von Ordnern und Aktenschränken entdeckt ein Mensch seine wahre Sehnsucht und anderes Ich – das einmal entfesselt völlig neue Wege beschreiten wird.

Man kann nie wissen! ist experimentelles Neues Musiktheater, eine humorvolle Groteske zum Thema Angst für eine vielseitige Sängerin mit ungewöhnlicher Orchsterbesetzung: Sampler, Cello, Percussion und Noise. Der musikalische Klangkörper speist sich aus den Hintergrundgeräuschen einer immer hektischer agierenden Arbeitswelt. Geschäftige Bataillone von Tackern, Lochern und vormals stumme Schubladen interagieren auf geheimnisvolle Weise mit digitalen Signalen. Strukturgebende Elemente der Arbeitswelt entwickeln ein musikalisches Eigenleben, das sich mehr und mehr als Zerrspiegel entpuppt für die Selbstgewissheit der Hauptfigur. Auf ihrer emotionalen Achterbahnfahrt streift Grete A. Panikmelodien von zuckersüß bis aschfahl, von manisch bis depressiv, doch immer, unaufwendig leicht und ohne Schnörkel. Die Erlösung kommt, wenn sie kommt -völlig unerwartet und bestimmt nicht aus der Schublade.

> Filmausschnitt YouTube

Stimme, Künstlerische Leitung, Konzept: Cornelia Melián
Sampler, Keyboards, Komposition: Ernst Bechert
Cello: Mathis Mayr
Perkussion: Thomas Simmerl
Video: Anton Kaun / Rumpeln
Perkussion: Thomas Simmerl

Szenische Umsetzung: Martina Veh
Ausstattung: Robert Kis
Licht: Wieland Müller-Haslinger
Texte: Harry Kienzler
Texte, Dramaturgie, Produktion: Katrin Dollinger

Assistenz: Marlene Besl


URAUFFÜHRUNG
September 2011

ORT
Schwere Reiter,
Dachauerstraße 114, 80636 München, Tram 20/21
www.schwerereiter.de

Eine Produktion von Micro Oper München.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt
München, gefördert vom Fonds Darstellende Künste e.V. und der Stiftung
Bayerischer Musikfonds. In Zusammenarbeit mit Schwere Reiter Musik.

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© Regine Heiland

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© Katja Römer